Die Chance AIDS 3.Teil

Die Kraft kreativen Träumens

Und Du kannst es Dir jetzt sehr bequem machen ...

und Du spürst Deinen Körper ...

und Dein Körper kann ruhiger und ruhiger werden.

Dein Atem geht ein
und aus.
Ganz von allein.

Und Du spürst vielleicht den einen oder anderen Teil Deines Körpers,
Deinen Mund,
Deine Hände,
Deine Füße,

und Du weißt,
Du kannst Dich mehr und mehr entspannen
und in eine tiefe,
angenehme Trance gehen,
Dich sehr behaglich fühlen
und diesen Zustand genießen,
genießen,
daß Du einmal nichts zu tun brauchst,
an nichts Bestimmtes zu denken brauchst ...
Du bist einfach nur da.

Und Du läßt Dich tiefer und tiefer
in diesen Zustand fallen ...

Und während Du jetzt gleich von zehn bis eins zählst,
kannst Du Dich noch mehr versinken lassen,
mit jeder Zahl ein wenig tiefer gehen.

Zehn ... neun ... acht ... sieben ...
tiefer ... und tiefer ...
sechs ... fünf ... vier ... drei ... zwei ...
und eins.

Und Du kannst Dich jetzt sehr wohl fühlen,
in diesem wunderbaren Zustand,
in dem nichts wichtig ist,
in dem Du fühlst,
daß Du existierst, in dem Du einfach nur so daliegst oder dasitzt
und Dich selbst
Dir selber überläßt.
( ... )
Und Du hast vielleicht schon bemerkt,
wie sehr Du Dich selbst beeinflussen kannst.
Du denkst an Deine Hand,
und sie beginnt zu prickeln,
Du stellst Dir vor, Du wirst schwerer,
und Du wirst schwerer.
Dies geschieht immer auf diese Weise,
aber jetzt fällt es Dir wirklich auf.

Tatsache ist, daß wir uns alles erst vorstellen müssen,
damit es geschehen kann:
Wenn Du zum Beispiel Dein Zimmer neu einrichten willst,
mußt Du Dir vorher vorstellen, wie es aussehen soll.
Du mußt Dir vielleicht einen Plan machen
oder Dir bestimmte Möbel vorstellen,
einen Katalog durchblättern.
Ein Katalog erzeugt auch nur Vorstellungen in Dir,
denn schließlich sind es nur kleine bunte Bilder,
was Du siehst,
keine wirklichen Möbel.

Sogar wenn Du zur Tür gehen möchtest
und die Tür öffnen möchtest,
mußt du vorher in Deinem Geist das Bild haben,
wie Du dorthin gehst
und die Tür öffnest
und hindurchgehst ...

Der Mensch funktioniert so.
Er muß sich die Dinge vorstellen,
bevor er sie verwirklicht.
Und alles, was Du in Deinem Leben erreichen möchtest,
mußt Du Dir vorstellen,
Du mußt im Geist aus dem Katalog der Möglichkeiten
die Geschehnisse heraussuchen,
die Du Dir wünschst.

Und es ist erlaubt, dabei zu übertreiben,
zu träumen,
zu phantasieren.
Weißt Du, was alles möglich sein wird?

Es hat immer Menschen gegeben,
die Außergewöhnliches vollbracht haben.
Es hat immer Menschen gegeben, die auf irgendeinem Gebiet
Wunderbares
geleistet haben,
und diese Menschen
konnten träumen,
konnten phantasieren ...
und Du hast das gesamte Arsenal der Märchenwelt zur Verfügung ...
Vieles, was früher »märchenhaft« war,
ist heute Wirklichkeit: Menschen können fliegen ...

Und Menschen können nur fliegen, weil sie es geträumt haben ...
zu einer Zeit, als es keinesfalls möglich schien.

Alle großen Erfindungen sind gemacht worden,
weil der Erfinder träumen konnte,
phantasieren konnte.

Und Du kannst bestimmen, was Du denkst!
Du kannst bestimmen, was Du phantasierst!
Du kannst bestimmen, wovon Du phantasierst.
Du bist nicht abhängig
von dem, was »es sich in Dir denkt«
oder von dem, was »es sich in Dir träumt«.

Du bist der Regisseur, der Gott Deiner Träume und Phantasien ...
Gedanken sind frei.
Träume sind frei.

Und wenn du Dir irgend etwas wünschst,
stell es Dir zunächst einmal vor,
stell Dir eine Fee vor,
die es Dir schenkt.
Wenn Du Dir Gesundheit wünschst,
stell Dir eine Quelle vor,
in der Du badest.
Allein die Vorstellung wird dafür sorgen,
daß Du Dich augenblicklich besser fühlst;
und wenn Du Dich besser fühlst,
bist Du auch gesünder.

Es gibt nur eine Realität:
die Realität Deiner Gefühle,
was Du fühlst, ist für Dich wahr
und manifestiert sich mehr und mehr.

Menschen denken aus Gewohnheit,
es gäbe da eine »EIN-BILDUNG«
und die Realität sei ein Gegensatz dazu.
Aber es gibt nur EINBILDUNG,
oder nur REALITÄT, ganz wie Du es nennen magst.

Ein Mensch, der sich einbildet, er sei krank,
und der Arzt sagt: »Sie sind völlig gesund«, ist dennoch krank,
und ein Mensch, dessen Arzt sagt: »Sie sind krank«,
ist gesund, wenn er sich gesund fühlt.

Was Du fühlst, fühlst Du,
und das bist Du.

Du kannst also träumen,
was Du möchtest,
Du bist der Regisseur Deiner Träume.
Und du kannst das Unmögliche möglich machen im Traum,
wer weiß,
vielleicht beeinflußt es die Wirklichkeit in dieser Richtung?

Gib der Sache eine Chance,
verlieren kannst Du nichts dabei.

Positive Träume kosten nichts extra ...

Wenn Du irgend etwas verändern möchtest,
in Dir oder außerhalb von Dir,
stell Dir einen Zauberstab vor.
Stell Dir vor, daß Du zaubern kannst,
daß Du einfach die Dinge verwandelst ...
und Du hast den Grundstein gelegt.

Dieses Haus, in dem Du Dich befindest,
wurde geträumt
vom Architekten,
vom Erbauer.
Alle großen Künstler
haben geträumt,
bevor sie etwas erschaffen konnten.

Alle großen Schauspieler
haben sich vorgestellt,
hundertmal, tausendmal,
daß sie immer besser spielen würden,
daß das Publikum applaudieren würde.

Alle großen Maler haben ihre Bilder
zunächst vor ihrem inneren Auge gesehen,
deutlich, farbig, lebendig.

Alle großen Musiker haben sich vorgestellt,
daß sie Meisterwerke vollbringen werden.

Und Du kannst bewußt übertreiben in Deinen Phantasien,
Du weißt ja, es sind Phantasien,
Du weißt ja, es sind Träume.

Träume sind Träume.

Sie haben einen gewissen Realitätscharakter,
eben nicht den der physischen Realität, sondern den der Traumrealität.

Vielleicht sind es elektrische Impulse ...
sie sind als solche Realität -
in Deinem Gehirn,
und sie sind der Same einer physischen Realität,
die der Mensch schaffen kann.

Sie sind physische Realität - latent, schlummernd ...
und wer weiß, Gott hat vielleicht einmal so begonnen:
»Am Anfang war das Wort«, heißt es in der Bibel.

Träume sind der Anfang, die Vorbedingung
für physische, psychische Veränderungen.
Bist Du nicht einst selbst ein Traum gewesen?
Erst war da gar nichts,
dann haben sich Deine Eltern vorgestellt:
Wir wollen ein Kind.
Und dann war da eine einzige Zelle,
und diese Zelle hat den Traum Deines physischen Körpers geträumt ...
Was sind die Gene eines Babys anderes
als ein Traum vom erwachsenen Menschen?

Im Samen steckt der Baum als Phantasie ...
in der Raupe träumt etwas vom zukünftigen Schmetterling.

Die ganze Natur ist entstanden
aus einer göttlichen Phantasie.

Alles auf dieser Welt,
die schönsten Tiere, Vögel, Schmetterlinge,
Pflanzen,
phantasie-volle Gebilde,
unter Wasser, in der Luft,
auf dem Lande,
tropische Vögel, Insekten,
all das ist entstanden, weil die Natur Phantasie hat und träumt,
und wenn Du es Gott nennst,
so meinen wir das gleiche.

All das war einmal tote Materie ...
setzt sich zusammen aus toter Materie ...
Man könnte sagen, die tote Materie hat begonnen zu träumen,
und das ist das Göttliche ...

Gott ist Phantasie,
Gott ist Kreativität.

Und Du bist der Gott Deiner Welt,
und Du bist der Gott Deiner Zellen,
und Du bist der Gott Deines Körpers,
und Du bist der Gott Deiner Realität.

Erlaube Dir zu phantasieren.

Alles ist möglich
in Deiner Phantasie ...

und fast alles ist möglich in der physischen Realität.

Immer wieder haben Menschen Dinge vollbracht,
die unglaublich schienen.

Und es war nur möglich, weil diese Menschen Phantasie hatten,
weil sie träumen konnten,
weil sie kreativ waren.
Einstein hat die Relativitätstheorie entdeckt,
als er auf einer Wiese lag, in der Sonne
und träumte ...

Die Benzolformel wurde entdeckt
im Traum ...
Der Laser wurde entdeckt, im Traum.
Edison war ein Träumer ...
und hat so viel verwirklicht, was damals unmöglich schien ...

Man drückt auf einen Knopf, und es wird Licht ...
damals ein absolutes Wunder ...

Man spricht in einen Apparat hinein
und kann anschließend seine eigene Stimme hören!
Damals schien das unmöglich, ein Märchen ...
Erlaube Dir, das Arsenal der Märchenwelten zu benutzen:
Tarnkappen, Zauberer, Zauberstäbe,
geheimnisvolle Höhlen und Quellen und Zwerge, Zaubertränke
und ein Bad im Wasser des Lebens ...

und laß die Elfen und Feen für Dich vollbringen,
was Du Dir wünschst,
laß sie erschaffen, was es noch nicht gibt ...

Es gibt keine Zauberer und Feen mehr auf der Welt,
nicht weil wir nicht mehr an sie glauben,
sondern weil wir sie uns nicht mehr vorstellen.

Alles, aber auch alles war ursprünglich Vorstellung.

Auf jeden Fall erzeugst Du positive Gefühle,
wenn Du vom Positiven träumst,
zu bestimmten Zeiten,
die Du dafür vorsiehst.

Du umgibst Dich ganz einfach mit positiven Kräften,
mit positiver Energie.
Und Du ziehst mehr und mehr positive Kräfte an.
Du umgibst Dich mit einer Aura von positiven Suggestionen,
mit einem Schutzschirm ...
Und das Positive kommt zu Dir,
und was Du träumst, verwirklicht sich.
Was Du tust, ist nichts anderes als eine Einladung
an das Positive auszusprechen,
zu einem großen Fest des Positiven, des Schöpferischen,
des Kreativen ...
wer kommt - gut ...
lade alle positiven Gedanken und Geschehnisse ein und sieh zu, wer kommt.

Träume das Positive, soviel als möglich,
und wisse, daß Du träumst.
Und Du wirst erstaunt sein, was alles möglich ist.

Es ist immer mehr möglich,
als der Mensch glaubt.

Denn die gesamte Natur unterstützt Dich,
das gesamte Universum unterstützt Dich,
alles entwickelt sich weiter,
weil sich alles weiterentwickeln möchte ...

Diese ungeheure Kreativität in jedem Samenkorn ...
Ein Blumentopf voll Erde -
und Du tust nichts,
und eine Welt entsteht.

Diese Kreativität kannst Du nutzen.

Jeder Biologe kann Dir sagen, daß diese Kreativität
eigentlich unwahrscheinlich ist.
Aber Du kannst das Unwahrscheinliche ebenso verwirklichen
wie die Natur,
kannst es genauso machen wie die göttliche Kraft.

Kannst Dich
mit einem Fluidum
von Wunder umgeben.

Und Wunder geschehen täglich.

Erlaube Dir zu phantasieren,

erlaube Dir zu träumen.

Und träume bewußt.
Stell Dir vor, was du haben möchtest.
Stell Dir vor, wie Du sein möchtest.
Und stell es Dir so vor, als ob es bereits verwirklicht wäre.
Und Du legst den Grundstein
für die zukünftige Wirklichkeit,
für die physische Realität.

In der inneren Welt
ist alles möglich,
und in der äußeren Welt vielleicht auch.

Aber es ist nur möglich,
wenn es in der inneren Welt vorbereitet wird,
denn die innere Welt
ist die Quelle der äußeren Welt.

Das Universum war ein Gedanke,
ein Gedanke Gottes ...
Und die äußere Welt ist entstanden,
weil es diese innere Welt gab.

Und jeder Mensch
ist in einer gewissen Weise
ein Abbild des Universums.

Er ist im Kleinen
die Verwirklichung
dieser großen Idee:

daß das Bewußt-SEIN

das SEIN erschafft.

Daß die Welt
aus kreativer
göttlicher
Energie besteht.

Und Du bist da, um das zu beweisen, um das zu verwirklichen.

Es ist Deine Aufgabe,

Dich in Gottes Plan einzufügen,

Dein Potential zu nutzen,

Deine Möglichkeiten auszuschöpfen.

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Was ist Meditation?

Niemand weiß genau, was Meditation ist, weil niemand die Meditation eines anderen Menschen erleben kann und weil niemand zweimal die gleiche Meditation erlebt.

Um ein paar alte Mißverständnisse auszuräumen: Meditation ist nicht Bewußtlosigkeit, Flucht, Vergessen, fremdartige religiöse Praxis oder stupides Murmeln von »Mantras«.

Meditation ist Ausweitung, Intelligenz, Bewußtsein und erweitertes Bewußtsein, Wissen, Verantwortung und Klarheit.

Eine Grundvoraussetzung, um diesen Zustand zu erfahren, ist allerdings Ruhe und Entspannung. Das bedeutet, daß Du Dich in einen ruhigen Raum zurückziehen und es Dir sehr bequem machen mußt, wenn Du in Meditation gehst. Die Möglichkeit einer Störung sollte ausgeschlossen sein, da Du in diesem Zustand sehr sensibel wirst und schon kleine unerwartete Geräusche Deine Meditation zumindest stark beeinflussen können.

Meditation entsteht, wenn Du ganz entspannt bist und einfach nach innen schaust, in Deinen Körper, in Deine Augen, in die Farbmuster und Lichtpünktchen dort.

Oder Meditation entsteht, wenn Du ganz ruhig wirst und eine zarte Musik hörst und ganz zwanglos auf eine Blume schaust oder eine Pflanze oder auf einen Lichtreflex oder ein geschliffenes Stück Glas, das Du am Fenster aufgehängt hast.

Oder Meditation entsteht, wenn Du Deine Gedanken vorbeiziehen läßt und Dich nicht mehr mit ihnen identifizierst, sondern sie nur beobachtest wie vorbeilaufende Spruchbänder oder Laufschriften oder wie Durchsagen im Radio. Oder Meditation entsteht, wenn Du nur dasitzt oder daliegst und Deinen Atem beobachtest, wie er gleichförmig ein- und ausgeht.

Wenn Du meine Meditationstexte wirklich sehr langsam auf Band sprichst und Dir anhörst, gehst Du auf jeden Fall in Meditation.

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Was könnte Meditation Dir bringen?

In Meditation hat man einen gewissen Abstand und einen Überblick. Um einen bildlichen Vergleich zu benutzen: Im Alltag ist man manchmal wie eine Ameise, die sich durch einen Teppich kämpft: Man sieht nur die dicken Fasern, und man weiß den Weg nicht genau, und man will schnell weiterkommen, und man vergißt, wozu man sich eigentlich abplagt und wer man eigentlich ist.

Meditation hilft, das ganze Spiel von oben zu sehen, den Teppich, sein Muster, seine Größe, den Weg der Ameise durch die verschiedenen Farben des Musters, ihren Ausgangspunkt, ihr Ziel, ihre Umwege und ihren Kampf. Und das Wichtigste: Man sieht, daß man eine Ameise ist.

In Meditation sieht man den Wald trotz der Bäume.

Meditation macht einem das Wissen der Welt und der Natur zugänglich, nicht in dem Sinne, daß man Zahlen und Fakten nachschlagen kann, sondern, daß man Intuition bekommt: etwas von der Weisheit, die nicht beschreiben kann oder braucht, wie man etwas tut, sondern, die es einfach tut. Ein Baum weiß nicht, wie man wächst, wie man blüht, wie man Früchte trägt - niemand weiß es. Des Menschen Versuche, diese Dinge zu verstehen, sind einfach kläglich. Aber der Baum tut es, jeder winzige Same weiß genau, was zu tun ist - mit unglaublicher Präzision.

Wenn Wunder möglich sind, dann können sie sich in der Meditation vorbereiten. Wenn man sich in Meditation wohlfühlen kann, dann kann man sich immer wohlfühlen. Wenn in Meditation Schmerzen verschwinden können, dann können sie immer verschwinden, wenn in Meditation physiologische Veränderungen möglich sind, dann muß es möglich sein, diese Veränderungen dauerhaft zu machen.

Leider haben wir in unserer Kultur wenig Erfahrung mit Bewußtseinszuständen, wir teilen ein in Realität und Traum - nicht wissend und nicht sehend, daß kein essentieller Unterschied besteht zwischen Traum und Realität. Ein Mensch hat zum Beispiel Schmerzen und legt sich nieder. Sein Körper aktiviert »Meditations-Kräfte«, und die Schmerzen verschwinden für eine Weile. Wenn sie wiederkommen, sagt der Mensch: »Ich hatte Schmerzen, aber ich habe sie eine Weile nicht gespürt.« Oder er sieht einen spannenden Film, und er »vergißt« die Schmerzen, »weil ich abgelenkt war«.

So - wir denken, die Schmerzen sind die Realität, aus der wir uns für eine Weile ins »Unreale« wegstehlen, sehen aber nicht, daß beide Zustände gleichberechtigt real sind - (oder irreal, wenn Du so willst). Es gibt auch den umgekehrten Fall, daß der Patient sagt, er habe Schmerzen, und der Arzt meint, es gäbe keine organische Ursache und die Schmerzen seien nur eingebildet (was er unter Umständen zu beweisen versucht, indem er eine Zuckerpille verschreibt, die dann - oh Wunder, die »eingebildeten« Schmerzen vertreibt).

Ich sage: Schmerzen sind Schmerzen, und es gibt keinen Unterschied zwischen »echten« und »eingebildeten« Schmerzen. Wenn Du Dich gut fühlst, fühlst Du Dich gut, und wenn Du Dich schlecht fühlst, fühlst Du Dich schlecht. Beides ist gleich real oder irreal.Wenn wir eine zeitweilige Veränderung als »Ablenkung« bezeichnen oder als Einbildung, dann begrenzen wir diese Erfahrung allerdings und brauchen uns nicht zu wundern, wenn das Gefühl, welches wir als »real« ansehen, uns auch öfter heimsucht. Der Mensch und speziell der Deutsche hat einen masochistischen Hang dazu, einerseits die Realität als Mühe und Arbeit anzusehen und andererseits alles, was Vergnügen macht, als Traum oder »Flucht aus der (harten) Realität«. Vielleicht kommt das daher, daß in unseren Breiten das Leben schon immer hart war und daß dadurch in unserem genetischen Code »Realität« und »Härte« miteinander verknüpft sind. Warum sollten wir sonst sagen, daß ein Aussteiger, der sich auf den Bahamas niederläßt, »aus der Realität flüchtet«? Als ob die Bahamas nicht real wären oder als ob der Mensch auf den Bahamas sich plötzlich auflösen würde. Ich war noch nicht auf den Bahamas, aber ich nehme doch an, daß die Realität dort ebenso real ist wie hier. Allerdings kann es sein, daß umgekehrt die Menschen dort glauben, daß Deutschland nur ein (Alp-)traum ist, eine Folterkammer für Masochisten, die sich das Leben schwermachen wollen. Allein das Wort »Aussteiger« ist ein Unsinn, denn auf den Bahamas bin ich »Einsteiger«, wenn ich dort auftauche.

Meditation ist kein Traum, nichts Irreales, sondern im Gegenteil eine Möglichkeit, mehr von der Realität zu sehen, und zwar von Deiner inneren Realität. Und da Du vielleicht motiviert bist, Deine innere Realität nicht nur besser kennenzulernen, sondern auch zu lernen, sie zu verändern, kann Meditation Dir den Schlüssel dazu liefern.

Vielleicht hast Du bemerkt, daß Meditation nichts anderes ist als Gebet oder auch Trance, (so wie ich das Wort »Trance« benutze). Aber Wörter spielen keine Rolle, wenn Du in diesem bewußten, hellen, entspannten Zustand bist, in dem das Wissen in Dir seine heilende Wirkung entfalten kann. Besonders der nächste Text hilft Dir in das unendlich große innere Universum einzutauchen.

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Die innere Realität

Du kannst jetzt in eine tiefe angenehme Meditation gehen,
in der Du Dich sehr wohl fühlst,
geborgen,
ruhig,
zufrieden.
Eine Meditation, in der Du den ursprünglichen
Zustand
des Lebens spürst,
die Ruhe,
die Geborgenheit,
das absolute,
heimelige Gefühl,
zu Hause zu sein.

Und in diesem angenehmen Zustand fällt es Dir sehr sehr leicht,
Dir etwas vorzustellen,
ohne daß Du unbedingt
sehen mußt,
was Du Dir vorstellst.

Vorstellungen
sind Inhalte des Bewußtseins,
und Inhalte des Bewußtseins können in allen möglichen Teilen Deines
Gehirns
residieren.
Es ist eine Tatsache,
daß das Sehzentrum des Gehirns,
also die Stelle, wo visuelle Eindrücke verarbeitet werden,
auch verbunden ist
mit vielen anderen Teilen Deines Gehirns.

Reize aller Art
können Seheindrücke auslösen,
so daß man »Sternchen« sieht,
oder Lichtblitze.

Und alle möglichen Vorgänge im Körper können
sich als Bilder manifestieren,
als Farbwolken,
als leuchtende Schwärme von Pünktchen.

So - es kann sein, daß Du in diesem Moment
hinter Deinen geschlossenen Augenlidern etwas wahrnimmst,
wie farbige Nebel
oder Pünktchen,
oder goldene Pünktchen,
oder silberne Pünktchen,
oder farbige Pünktchen ...

oder ein ganzes Meer ...
und es kann sein, daß sich die Pünktchen zu Mustern anordnen,
und diese Muster sind in ständiger Bewegung,
und es kann sein,
daß diese Bewegung irgend etwas zu tun hat
mit dem, was in Deinem Körper vorgeht ...
Auf jeden Fall
ist diese Bewegung ein Zeichen,
daß in Deinem Körper
eine lebendige Energie fließt.

Es kann sein, daß diese Farbmuster
sich im Rhythmus Deines Atems bewegen
oder im Rhythmus Deines Herzens
oder in irgendeinem anderen Rhythmus.
Auf jeden Fall stellen diese Farbpünktchen
oder Lichtpünktchen
oder Teile des Musters eine Verbindung dar
zu dem Leben,
das sich in diesem Moment in Dir abspielt.

Und Du kannst Dir einmal vorstellen, daß jedes Pünktchen
ein Stern ist
oder ein Planet
im unendlichen Universum Deines Körpers.

Und dieses Bild entspricht ja auch der Realität:
Dein Körper setzt sich zusammen aus Atomen und Molekülen,
und wenn Du den Strahl Deines Bewußtseins sehr sehr fein machst,
und die einzelnen Moleküle Deines Körpers abtastest,
dann mag es sein, daß Du ein ähnliches Bild
Deines Körpers empfängst.
Ein Bild, als ob Du nachts
hinauf zum sternklaren Himmel schaust
und fasziniert bist
von diesem Anblick.

Menschen brechen manchmal in Tränen aus, wenn sie
diese Schönheit sehen,
dieses Leuchten.
Warum ist das so?
Ist der leuchtende Sternenhimmel mit der Milchstraße
und den vielen Abermillionen Sonnen ...
nicht ein beliebiges Bild wie jedes andere,
das Deine Netzhaut treffen kann?
Nein!
Dieses Bild des leuchtenden Sternenhimmels löst bei Dir Gefühle aus,
die so alt sind
wie das Universum.
Und warum sind diese Gefühle so alt?
Weil dieses Bild
etwas in Dir
hervorruft, wie ein Echo,
eine Resonanz.
Und eine Resonanz kann immer nur hervorgerufen werden,
wenn da auf der anderen Seite etwas ist, das schwingen kann,
etwas, das mit der gleichen Frequenz schwingen kann.

Wenn Du einen bestimmten Ton
in eine Gitarre hineinsingst,
dann antwortet die Saite,
die auf den gleichen Ton gestimmt ist.
Das ist Resonanz.
So - wenn Du zum erleuchteten Sternenhimmel schaust,
wird in Dir etwas
in Schwingung versetzt.

In Dir beginnt eine Saite zu vibrieren,
die genauso gestimmt ist wie das leuchtende Firmament über Dir.

In Dir wird etwas in Schwingung versetzt,
das die gleiche Qualität
repräsentiert.

Und ist es nicht so, daß Dein ganzer Körper
diesen klaren, leuchtenden Sternenhimmel spürt?
Wenn Du gerührt bist von etwas,
so ist das nur ein anderes Wort dafür,
daß Dein Körper
in Resonanz gerät.

Und es gibt Dinge auf dieser Welt,
die nur bestimmte Teile von uns in Schwingung versetzen:
Der Anblick eines Stücks Erdbeertorte mit Schlagsahne
versetzt vielleicht deine Zunge oder Deinen Bauch in Resonanz.
Oder der Anblick eines Kreuzworträtsels
versetzt Dein Gehirn in Resonanz.
Oder der Anblick eines Sportplatzes
versetzt Deine Beine und Deine Arme in Resonanz.

Alles, was ein Mensch wahrnehmen kann, versetzt bestimmte
Teile seines Körpers und seiner Seele in Schwingung,
aber es gibt Dinge, die den ganzen Menschen erfassen,
den physischen Menschen, den geistigen Menschen,
den psychischen Menschen.
Und ein Sternenhimmel gehört zu den
Dingen, die den ganzen Menschen erfassen können,
weil der Mensch in gewisser Weise
ein Sternenhimmel ist,
weil in einer gewissen Weise der Sternenhimmel
die Geburtsstätte
all dessen ist, was existiert.

Es mag sein, daß in diesem Moment
an diesem Himmel
andere Sonnen entstehen,
neue Planeten entstehen,
daß irgendwo im Weltall
in diesem Augenblick
Leben entsteht,
daß irgendwo im Weltall in diesem Moment
ein Lebewesen
zum erstenmal
reflektiert, das heißt,
bewußt
in sich ein Abbild schafft.
Alle Lebewesen dieser Erde standen unter dem Einfluß des Sternen-
himmels,
von jeher ...
daher die uralte Wissenschaft der Astrologie.

So - der Sternenhimmel ist etwas,
was jedes Atom Deines Körpers in Schwingung versetzt,
nicht nur jede Zelle,

denn die Atome sind geboren
von diesem All
und haben von jeher den Einfluß dieses Weltalls erfahren.
So - es kann kein Zufall sein,
daß der Feinbau dieser Materie
in gewisser Weise dem Grobbau ähnelt,
daß der Mikrokosmos
in einer gewissen Weise in gewissen Dingen dem Makrokosmos
ähnelt;
zum Beispiel:
Im Kleinen wie im Großen,
kommt sehr sehr wenig Materie
auf sehr sehr viel leeren Raum.

Die Materie tritt nur auf
an bestimmten Knotenpunkten.

Nun weiß man inzwischen, daß
Materie nicht wirklich existiert, sondern
daß Materie eine Form von Energie ist, die sich an bestimmten
Orten des Raumes
statistisch gesehen
manifestiert hat,
aber man kann niemals sagen, daß ein bestimmtes Teilchen
sich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Punkt befindet.

Und dennoch kannst du fühlen,
daß da etwas ist,
und zwar ist das Gefühl durchaus analog zu dem, was die Wissenschaftler,
die Physiker gerade erst feststellen,
daß nämlich dort nichts
Statisches ist.
Daß dort nichts Totes,
Unveränderliches ist, sondern daß dort eine
Energie herrscht, eine Vibration,
und es ist kein Zufall, daß die alten Heiligen
im Taoismus, im Buddhismus
dies recht konkret auszudrücken wußten.
Sie hatten das richtige Gefühl, und sie sind mit ihrem Gefühl
tief in die Struktur ihres Körpers,
in die Struktur der Materie eingedrungen.
Und es ist kein Zufall, daß die Physik jetzt,
da ihre Instrumente feiner und feiner werden,
genau diese Dinge wiederentdeckt.

So - was du spürst,
was du siehst,
wenn Du mit geschlossenen Augen
diese Vibration leuchtender Emanationen wahrnimmst,
ist kein Hirngespinst, keine Einbildung, obwohl die Worte
»Hirn-Gespinst«,
»Ein-Bildung«, ziemlich genau ausdrücken,
was dort zu sehen ist:
Es sind feine Gespinste
des Gehirns,
es sind Bilder,
die ein-,
in uns »hinein-gebildet« sind.

Das Universum ist
in uns
abgebildet.

Aber wir haben uns angewöhnt,
das Wort »Hirngespinst« oder das Wort »Einbildung«
in einen Gegensatz zu stellen zu dem, was scheinbar fest,
real,
existiert:
zum Beispiel ein Stuhl, ein Tisch.
Aber die Physiker haben längst erkannt,
daß in einer gewissen Weise Stuhl und Tisch
auch Einbildungen sind, Hirngespinste,
denn wenn du wirklich hineingehst,
mit einem sehr feinen physikalischen Instrument,
hinein in die molekulare Struktur des Stuhles,
dann wirst du feststellen, daß es ein »Gespinst« ist,
daß es »Einbildung« ist.

So - was du da siehst, ist real,
in dem Sinne, daß es nichts anderes gibt,
als diese Realität.

Und diese Realität ist
lebendige Vibration,

Energie in Bewegung.

So - was Du mit geschlossenen Augen
wirklich siehst,
ist nichts als die Realität,
nichts als die reine Wahrheit.

Und es kann sein, daß diese Wahrheit
nichts ist als ein Erzeugnis einer höheren Energie,
die man Bewußtsein nennen könnte
oder die man
mentale Schwingung nennen könnte.

Und auch die Physiker haben inzwischen festgestellt, daß
mentale Schwingungen
das Versuchsergebnis beeinflussen,
daß das, was wir herauszufinden suchen mit unseren Versuchs-
anordnungen,
sich dadurch verändert, daß wir es suchen.

So - es scheint, als ob das, was wir real wahrnehmen,
wenn nicht erzeugt, so doch beeinflußbar ist durch das,
was wir an mentaler Energie
in den Gegenstand unserer Wahrnehmung hineinschicken.

Und viele Versuche in dieser Richtung
haben gezeigt, daß wirklich erstaunliche
Veränderungen möglich sind durch
Vorstellungskraft.
Und Vorstellungskraft ist nichts als mentale Energie.
So - es mag sein, daß die Lichtpünktchen, die Du wahrnimmst
und die durchaus auf reale Gegebenheiten zurückgehen,
veränderbar sind durch
mentalen Einfluß, sprich Vorstellungskraft, und daß diese
mentale Beeinflussung
fähig ist,
das zu verändern,
was wahrgenommen wird.

So - man hat Versuche gemacht
mit Mäusen:
Man hat sie dazu gebracht,
in einem bestimmten Moment, in dem sie einen bestimmten Geruch
wahrnehmen,
einen Stoff im Gehirn zu erzeugen,
der die Immunabwehr stärkt.
Die Mäuse brauchten hierzu den Geruch von Kampfer,
weil Mäuse unsere Vorstellungen nicht verstehen.

Aber Menschen können ihre Vorstellungskraft benutzen:
Zum Beispiel die Vorstellung, gestreichelt zu werden,
geliebt zu werden,
erzeugt Substanzen, die die Immunabwehr stärken,
augenblicklich.

Jede Vorstellung der Liebe,
jede Vorstellung von Geborgenheit,
jede Vorstellung von Gemeinsamkeit,
erzeugt augenblicklich Stoffe,
die Deine Abwehrkräfte stärken.

Wozu Mäuse fähig sind,
daß wird der Mensch ja wohl auch fertigbringen:
Auch der Mensch kann chemisch nachweisbare Substanzen erzeugen,
die vorher in seinem Körper nicht existierten.
Es gibt - wissenschaftlich nachweisbar -
Mechanismen,
durch mentale Energie,
durch Vorstellungskraft,
bestimmte Moleküle dazu zu bringen, sich zusammenzufinden.

Und dies geschieht ja dauernd:
Wenn Du eine sexuelle Vorstellung hast,
werden Hormone ausgeschüttet,
und diese Hormone werden auf Befehl in Deinem Körper gebildet.
Ein Hormon
steigert Deinen Blutdruck,
ein Hormon erzeugt einen Stoff im Gehirn,
durch welchen Du keinen Schlaf mehr brauchst,
ein anderes Hormon erzeugt einen bestimmten Geruch,
den Du aussendest, ein Pheromon
und so weiter und so weiter ...

So - es gibt eine Schnittstelle
zwischen dem, was noch mental zu sein scheint, und dem,
was bereits physisch ist.

Nun glauben viele Menschen, daß es möglich ist,
konkrete Gegenstände
durch mentales Training, durch mentale Energie zu erzeugen,
und es gibt indische Meister,
von denen man glaubt, sie könnten dies tun.
Und es gibt Menschen,
die versuchen, dies nachzuahmen,
indem sie sich vorstellen,
Gold würde sich in ihren Händen materialisieren,
oder sie könnten auf dem Wasser laufen ...
Es mag sein, daß dies möglich ist.
Warum nicht?
Aber fang doch da an,
wo Du solche Fähigkeiten schon längst entwickelt hast!

Fang an mit den Dingen, wo Du bereits ein Meister bist.
Untersuche, wo Du bereits jetzt durch bestimmte Vorstellungen
bestimmte Energien
in Deinem Körper erzeugst, bestimmte Hormone.

So zum Beispiel, wenn Du morgens aufwachst,
und Dein erster Gedanke ist:
Tatkraft, Energie, Freude,
Gesundheit;
spüre,
wie Dein Körper darauf reagiert!

Wenn Du Dich ausruhst,
wenn Du Dich entspannst,
stell Dir vor, wie Dein Körper
zu leuchten beginnt
in einem überirdischen Licht, in einem göttlichen Licht.
Stell Dir vor,
wie Du von einer warmen Energie
durchflutet wirst,
einem Gefühl der Liebe
für Dich selbst
und für alles, was existiert, und fühle,
wie dies konkret in Deinem Körper zu spüren ist.

So - laß die Lichtpünktchen in Dir,
die Energiepartikel in Dir sich ausdehnen,
heller und heller werden,

laß sie stärker und stärker werden, laß sie
in wunderschönen Farben
erstrahlen.

Laß sie kreisen,

laß sie glitzern,
laß Sonnen entstehen
und laß Leben entstehen auf den Planeten,
die um diese Sonnen kreisen.

Laß einen göttlichen Hauch durch dieses Gewebe,
durch dieses Gespinst
hindurchströmen, einen
lebendigen Hauch
von Kraft,
von Freiheit,
von Bewußtsein,
von Gesundheit,
von göttlicher Energie.

Spüre,
wie der Atem des Lebens
in diesem System
pulsiert.
Laß es sich ausdehnen oder zusammenziehen
im Rhythmus des Lebens,
im Rhythmus des Atems,
oder laß es sich ausdehnen bis in alle Ewigkeit.
Nichts geht verloren.

Dauernd wird etwas neu geboren.

Laß die Planeten und Sonnen
erklingen,
laß sie schwingen,
höre es als Musik.

Man hat die Schwingungen der Planeten in unserem Sonnensystem
umgesetzt in hörbare Frequenzen ...
durch einfache mathematische Berechnungen.

Es ist nicht so, daß die Sterne wirklich Musik machen.
Aber die Verhältnisse der Schwingungszahlen zueinander
können umgesetzt werden in hörbare Frequenzen.
So - ein langsam kreisender Planet
erzeugt einen tiefen Ton,
und ein schneller Planet
erzeugt einen hellen Ton, und siehe da:
Die Verhältnisse der Schwingungszahlen
ergeben bestimmte Töne, die auf eine ganz bestimmte Weise
zusammenpassen.
Und diese Töne erzeugen in uns
gewisse Gefühle,
wiederum nach den Gesetzen der Resonanz,
denn irgendwie stehen wir schon unter dem Einfluß der Planeten,
es muß so sein, es sind gewaltige
Schwerkraftfelder,
denen wir ausgesetzt sind.

So - empfinde das Schwingen der göttlichen Energien in Dir,
wie Musik.
Auch Musik wirkt auf uns,
wirkt auf unseren ganzen Körper,
weil etwas in uns
aus der gleichen Substanz besteht wie die Musik.
Weil etwas in uns
mit den gleichen Frequenzen schwingt.
Musik ist in einer gewissen Weise ein Ausdruck
des Lebens.
Musik
ist Schwingung, Musik ist Energie,
und auch Musik ist etwas, was nur im Hier und Jetzt existieren kann.

Die Musik, die vor einem Jahr gespielt wurde, kannst du nicht hören,
den Ton, der in zehn Sekunden gespielt wird,
kannst du nicht hören in diesem Moment.
Du kannst immer nur den Ton hören, der gerade jetzt gespielt wird.

Musik ist dauernde Veränderung,
selbst ein einfacher Ton,
ein reiner Ton,
ist nicht etwas Statisches, es ist
eine Bewegung
von Luftmolekülen,
ein Schwingen von Luftmolekülen.
Musik ist etwas Lebendiges,
etwas, was der urprünglichen Eigenschaft des Lebens
und der Existenz ähnlich ist
oder nahe kommt.
So - spüre dieses
Schwingen in Dir,
spüre diese lebendigen Vibrationen in Dir.

Und warum sich nicht vorstellen,
daß auf diesen Planeten in Dir
ständig neues Leben geboren wird?

Warum sich nicht vorstellen, daß auf diesen Planeten in Dir
die ursprüngliche Reinheit herrscht,
die ursprüngliche Harmonie der Schöpfung,
des Paradieses?

Probiere es aus, vielleicht
hat es eine Wirkung auf Deinen Körper.
Denn was Du in Deinem inneren Universum wahrnimmst,
sind die Schwingungen
Deiner Zellen,
und es gibt nicht mehr als das,
nicht mehr und nicht weniger.

Was Du wahrnimmst,
ist die Realität
Deines Lebens.
So, warum nicht versuchen,
die Realität Deines Lebens wieder zur ursprünglichen Schönheit
zurückzuführen?
Die Welt, so wie sie jetzt aussieht,
konnte nur so werden, weil Menschen Vorstellungen hatten
und handelten.
Aus den Vorstellungen heraus
ist diese Welt so geworden, wie sie ist.

Diese physische Realität um Dich herum ist Ausdruck
der Vorstellungen
von Generationen.

Und das konkrete Ergebnis zeigt,
daß es Zeit ist
umzulernen, umzudenken, um-vorzustellen.

So - in dem Augenblick, wo Du persönlich anfängst,
Deine Vorstellungen zu verändern,
wird sich Deine physische Erscheinung verändern,
wird sich Dein Stoffwechsel verändern,
wird sich Dein Körper verändern,
wird sich Dein Leben verändern.

Und wenn sich Dein Leben verändert,
verändern sich Deine Umgebung und das Leben der Menschen um
Dich herum.

Und man kann nur bei sich selbst anfangen.

So wie irgend jemand angefangen hat
mit der Vorstellung eines sich drehenden Rades,
so wie jemand angefangen hat mit der Vorstellung,
wie eine Dampfmaschine funktionieren könnte
oder wie man Insulin produzieren könnte
oder wie man Vitamine produzieren könnte, so kannst Du anfangen,
mit der Produktion
paradiesischer Stoffe,
harmonischer Stoffe,
harmonischer Hormone.

Du kannst bei Dir anfangen mit der Vorstellung
von der Produktion von Stoffen, die Wohlgefühl erzeugen,
die Wohlbefinden erzeugen,
die Liebe erzeugen,
die Gesundheit erzeugen,
die Freundschaft erzeugen, die Verstehen erzeugen,
die Optimismus erzeugen,
die natürliche,
kreatürliche,
schöpferische Kraft
erzeugen.
So, stell Dir vor wie diese Lichtpunkte in Dir,
diese Sterne, diese Planeten
sich bevölkern mit harmonischen,
paradiesischen,
schönen
Energien,
mit Flüssen,
reinen Flüssen,
mit wunderschönen, rauschenden Wäldern,
mit Tieren, die miteinander in Harmonie leben,
mit schönen Menschen,
die sich lieben,
die vollkommen gesund sind,

und Du wirst Dich so fühlen
wie es Deiner Vorstellung entspricht.

Laß auf all diesen wunderbaren Welten in Dir
Kraft,
Gesundheit,
Freude,
Musik,
Harmonie entstehen,
laß diese Welten schwingen
im Rhythmus des Lebens,
im Rhythmus der göttlichen Kraft,
im Rhythmus der Schöpfung.

Und laß dies zum Ausgangspunkt einer Entwicklung werden:
zum Positiven,
zum Besseren,
zum Schöpferischen,
zum Kreativen,
zum Kreatürlichen,
und zum Natürlichen.
Laß jede Zelle Deines Körpers,
jedes Molekül,
jedes Atom,
jedes Elektron in Dir
in diesem Rhythmus schwingen.

Und Dein Leben wird sich verändern
mit zwingender Notwendigkeit.

Dies sind Naturgesetze,
die schon seit Ewigkeiten gültig sind.
Und der Mensch hat die Freiheit,
diese Gesetze zum Guten anzuwenden.

Es ist nur die Frage, was Du wählst,
ob Du das wählst,
was Dir angenehm ist,
was Dich glücklich macht.
Es ist Deine Freiheit,
glücklich zu sein.

Der Beginn aller Veränderung,
der Beginn allen Lebens
ist Vorstellungskraft.

Beschäftige Dich innerlich mit dem,
was sein soll.
Das ist positiver Einsatz von Vorstellungskraft.
Wähle,
wie es sein soll und dann beschäftige Dich damit.

Und benutze jede Gelegenheit,
Dich damit zu beschäftigen.
In vielen Situationen,
in jeder Situation.

Beobachte Deinen Alltag,
beobachte, wo diese Ideen Eingang in Dein Leben finden können,
registriere, wann Du Dich an diese Ideen erinnerst,
wodurch Du Dich daran erinnern kannst.

Du wirst Dich mehr und mehr
mit diesen Vibrationen der Natur,
des Kreativen,
des Paradiesischen,
des Göttlichen umgeben.
Vertraue auf sie,
überlasse Dich ihnen,
erlaube ihnen,
auf Dich zu wirken,
und Dich innerlich
und äußerlich zu verändern.

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Das verborgene Land Deines Unterbewußtseins

Viele Menschen haben die seltsamsten Theorien über das Unterbewußtsein, und die Wissenschaftler wissen kaum mehr, als der normale Mensch. Die Lehrer des »positiven Denkens« sagen: »Sprechen Sie zu Ihrem Unterbewußtsein«, ohne zu erwähnen, wo es sich genau befindet, wie man es anspricht, woher man weiß, daß es sich um das Unterbewußtsein handelt und welche Sprache es versteht. »Unterbewußtsein« ist wie so vieles ein nebulöser Begriff, der nur unser Nichtwissen einmal mehr zu verschleiern sucht.

Trotz dieser Unbestimmtheit dürfte kaum jemand das Vorhandensein einer solchen Instanz leugnen, denn es entspricht unserer Alltagserfahrung, daß wir bestimmte Dinge tun können, ohne bewußt zu sein, daß wir manchmal etwas tun, was wir eigentlich nicht wollten, daß uns bestimmte Handlungen oder Aussagen, die wir machen, einen »Strich durch die Rechnung machen« - und wir schreiben dies dann einem in uns residierenden »Wesen« zu, das eben unter der Schwelle unseres Wachbewußtseins agiert (vielleicht sollte man es Schlafbewußtsein statt Unterbewußtsein nennen, denn im Schlaf wird es ja sehr lebendig).

Es scheint uns manchmal, als ob da im Hintergrund eine andere Person an den Fäden unseres Verhaltens zieht, auf die wir keinen Einfluß haben. Dennoch tritt uns diese »Person« niemals offen entgegen und sagt ganz klar, was sie will, wer sie ist und nach welchen Kriterien sie in unser Leben eingreift.

Um es vorweg zu sagen: Es handelt sich nicht um eine »Person« oder ein Wesen oder dergleichen, eigentlich nicht einmal um eine Instanz.

 

Das Wort »Unterbewußtsein« sagt zunächst einmal aus, daß das, was »unterbewußt« ist, sich unterhalb unserer Aufmerksamkeit abspielt. In diesem Sinne kann z.B. ein bestimmtes Geräusch, das in unserer Umgebung zu hören ist, »unterbewußt« sein. Aber man kann das Geräusch ins Bewußtsein holen; wenn uns jemand darauf aufmerksam macht, beginnen wir, es zu hören.

Alles, was »unterbewußt« ist, kann ins Bewußtsein geholt werden, indem man es sich bewußt macht.

Wir sind pausenlos von Reizen aller Art umgeben, die uns nicht bewußt werden - erstens, weil sie sich nicht sonderlich von der Umgebung abheben, zweitens, weil sie uns nicht interessieren, solange sie nicht gefährlich sind, und drittens, weil wir sonst überflutet würden von ihnen. Nun gibt es nicht nur eine Menge Reize von außen, sondern auch unendlich viele Reize von innen - theoretisch müßte jede Tätigkeit des Körpers als Reiz irgendwo im Körper zu spüren sein: das Strömen des Blutes, das Klopfen des Herzens, die Verdauung des Magens, die Produktion der Hormone usw. Aber all dies ist uns nicht bewußt, es bleibt im »Unterbewußtsein«. Der Körper schützt uns vor diesen Reizen, obwohl sie da sind - man kann sich auf sie konzentrieren, und schon werden sie bewußt. Es gibt Mechanismen, die uns solche Reize nur bewußt machen, wenn Gefahr im Verzuge ist.

Manche Menschen lauschen pausenlos nach innen und achten sehr sensibel auf feinste Veränderungen - jeder Körpervorgang ist ihnen bewußt, und solche Menschen werden leicht zu Hypochondern. Das andere Extrem ist der Unsensible, der selbst starke Alarmzeichen überhört und demzufolge oft sehr erstaunt ist, wenn er plötzlich in ärztliche Behandlung muß.

 

Vielleicht ist es bis hierher schon deutlich geworden: Ich spreche von der Tätigkeit der Zellen und Organe, bzw. von der Tätigkeit des Körpers.

Es scheint uns aber, als entfalte das »Unterbewußtsein« auch eine Art geistige Tätigkeit, aber jede geistige Tätigkeit hat eine körperliche Entsprechung. Selbst ein Computer, der eine abstrakte mathematische Berechnung durchführt, tut dies auf einer physischen Ebene - es mag sein, daß es nichts rein Geistiges gibt, daß ALLES eine physische Komponente hat. Wenn Dein Unterbewußtsein Dich hindert, einen bestimmten Menschen zu treffen, indem es Dich den Termin vergessen läßt oder den Zettel mit der Adresse verlieren läßt, dann ist dies etwas Körperliches. Auch der Grund, warum Dir diese Dinge geschehen, ist körperlicher Natur, es mag z.B. sein, daß Du diesen Menschen nicht magst, und »nicht mögen« kann man nur körperlich. Mach Dir bitte klar, daß Gefühle immer körperlich sind und daß das Unterbewußtsein nur auf dieser Ebene »denkt« und handelt.

Wie kommt nun die Illusion zustande, es handle sich um eine Instanz oder eine Person?

Wenn Du z.B. einen Bienenschwarm beobachtest, erkennst Du, daß dieser Schwarm wie ein Wesen agiert und reagiert. Er hat einen Willen, in dem Sinne, daß alle Bienen im Schwarm eine Richtung haben und alle gemeinsam ihre Richtung ändern, wenn dies aus irgendeinem Grund angezeigt erscheint. Die einzelne Biene mag gar nicht wissen, was sie tut - aber der Schwarm weiß es genau. Er verhält sich wie ein selbständiges Wesen.

Die Organisation des menschlichen Körpers beruht auf dem gleichen Prinzip: Genau genommen handelt es sich ja um eine Ansammlung von einzelnen Wesen, in diesem Fall den Zellen, die sich zu »Schwärmen« zusammengetan haben. Diese größeren Entitäten bilden die Organe, welche sich wiederum zum Körper zusammenfügen. Natürlich ist der Mensch ein ungleich komplizierterer »Schwarm«, der darüber hinaus auch noch in »Schwärme« und »Schwärme aus Schwärmen« gestaffelt ist. Aber - und das ist das Wesentliche - er ist keine Einheit, kein einheitliches Wesen. Tatsache ist, daß lediglich unser Gehirn uns die Illusion vermittelt, wir seien eine Einheit, aber selbst dies würde sich sofort als Unsinn herausstellen, wenn wir einmal genau untersuchen würden, wie das Gehirn sich pausenlos widerspricht und in welchem Maße.

Um es mit anderen Worten zu sagen: Wir sind ein Konglomerat von ineinandergeschachtelten Hierarchien von Lebewesen; daß wir selbst uns anders sehen, liegt nur an unserem Geist, der dazu neigt, solche Personifizierungen vorzunehmen - auch das wahrscheinlich aus gutem Grund: Es erleichtert das Überleben, wenn man ein Gegenüber als Einheit sieht, und wenn es auch nur eine Naturerscheinung ist. Sogar ein Auto oder einen Computer empfindet mancher als Person und gibt ihm einen Namen, und was einen Namen hat, das ist eine Person, mit der man reden kann.

Das Modell des Unterbewußtseins, das ich hier einführen will, ist nicht das einer personifizierten Instanz, sondern das eines Staates. Ein (idealer) Staat spiegelt am ehesten diese hierarchische Struktur mit seinen Abermillionen spezialisierter Lebewesen, die alle an diesem Staat mitarbeiten, die diesen Staat lieben, weil er sie ernährt und weil er ihren Lebensraum bildet. Ohne den Staat müßten sie sterben.

Man könnte mannigfaltigste Erscheinungen unseres Lebens auf dieses Modell übertragen, und würde erstaunt sein, was einem plötzlich alles klar werden kann. Hier nur ein Beispiel:

Du lernst Autofahren, und obwohl Du ein äußerst geschickter Mensch bist, der vielleicht Orgel spielt oder Uhren repariert, machen Dir die Handgriffe und ihre Koordination große Mühe. Du hast plötzlich zwei linke Hände  (und Füße). Auch Dein Kopf spielt verrückt - beobachte Fahrschüler und Du siehst: Sie werden wie kleine Kinder. Warum ist das so? Weil jede Zelle das Fahren lernen muß. Vergegenwärtige Dir die Komplexität der Vorgänge in Deinem Körper: Es ist, als ob dort eine Oper einstudiert wird. Die Muskelzellen sind das Ballett, die Nervenzellen sind die Sänger, die Partitur ergibt sich aus Straßenverkehr, Verkehrsregeln und Technik des Autos, und das Ganze wird gesteuert von unzähligen dienstbaren Geistern hinter der Bühne: Sehnen, Gehirnzellen, Augenzellen, Ohrenzellen, sogar der Magen »spielt mit«, indem er Beschleunigungen und Gefahrensituationen »meldet«. Und der Verstand unter Mithilfe des »Fahrlehrers« versucht, das alles zu koordinieren, er ist der Regisseur.

Nun, bei einer richtigen Oper ist man auch erstaunt, wie perfekt sie später »über die Bühne geht«, und es ist ja auch üblich, daß der Regisseur nach getaner Arbeit abreist. Es gibt dann nur noch die »Abendregie«, einen Job für einen Assistenten, der die Vorstellung überwacht und nur in unvorhergesehenen Situationen aktiv wird.

Nach diesem Muster laufen alle Vorgänge in Dir ab: Was Du beherrschst, geschieht automatisch, was Du lernst, bedeutet Koordination von Zellen. Selbst reine Denkvorgänge funktionieren nach dem Prinzip der »Oper«: Das alte Repertoire läuft mühelos ab (auch wenn die »Einstudierung« von anno dazumal ist!), und das Neue muß mühevoll erarbeitet werden.

Und viele Menschen verlassen sich einfach auf ihr altes Repertoire, obwohl sich die Zeiten geändert haben und niemand mehr ihre »Opern-Aufführungen« sehen will. Der »Abendregisseur« langweilt sich und betrinkt sich in der Kantine,der Regisseur wurde seit Jahren nicht gerufen, um etwas Neues einzustudieren, und ist demzufolge weit weit weg, kennt vielleicht dieses Theater gar nicht mehr oder ist einfach wegen Untätigkeit verstorben.

Aber Du kannst entweder den alten Regisseur zurückholen und wiederbeleben, oder Du kannst einen neuen Regisseur verpflichten: Er heißt Bewußtsein. Dieser Regisseur ist immer jung, wenn er da ist, denn er ist immer in diesem Moment. Man kann nur hier und heute etwas einstudieren, nicht gestern oder morgen.

Wenn er also kommt, dann wird Dir das ehrwürdige Alter vieler Deiner Inszenierungen bewußt, und nichts läuft mehr so »am Schnürchen« wie gewohnt. Plötzlich bist Du wieder wie ein Kind, das lernt. Aber da kommt dann auch die Begeisterung zurück, die Zuschauer kommen, Du wirst wieder jung, modern, Du gehörst wieder zur Avantgarde. Und Avantgarde ist immer unbequem - aber dafür eben jung, gesund, kreativ.

Hier ist eine Meditation, die Dir hilft, die Akteure, Angestellten, die Technik, die Schauspieler, Sänger und Orchestermitglieder Deiner vielen »Opernhäuser«, ja des ganzen Staatsgebildes, das Du bist, zu treffen, mit ihnen zu sprechen und den Grundstein für künftige gute Zusammenarbeit zu legen und vielleicht sogar die Herrschaft in diesem Staat, die Herrschaft in Dir (wieder) zu übernehmen.

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