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Die Kraft kreativen Träumens Und Du kannst es Dir jetzt sehr bequem machen ... und Du spürst Deinen Körper ... und Dein Körper kann ruhiger und ruhiger werden. Dein Atem geht ein Und Du spürst vielleicht den einen oder anderen Teil Deines Körpers, und Du weißt, Und Du läßt Dich tiefer und tiefer Und während Du jetzt gleich von zehn bis eins zählst, Zehn ... neun ... acht ... sieben ... Und Du kannst Dich jetzt sehr wohl fühlen, Tatsache ist, daß wir uns alles erst vorstellen müssen, Sogar wenn Du zur Tür gehen möchtest Der Mensch funktioniert so. Und es ist erlaubt, dabei zu übertreiben, Es hat immer Menschen gegeben, Und Menschen können nur fliegen, weil sie es geträumt haben ... Alle großen Erfindungen sind gemacht worden, Und Du kannst bestimmen, was Du denkst! Du bist der Regisseur, der Gott Deiner Träume und Phantasien ... Und wenn du Dir irgend etwas wünschst, Es gibt nur eine Realität: Menschen denken aus Gewohnheit, Ein Mensch, der sich einbildet, er sei krank, Was Du fühlst, fühlst Du, Du kannst also träumen, Gib der Sache eine Chance, Positive Träume kosten nichts extra ... Wenn Du irgend etwas verändern möchtest, Dieses Haus, in dem Du Dich befindest, Alle großen Schauspieler Alle großen Maler haben ihre Bilder Alle großen Musiker haben sich vorgestellt, Und Du kannst bewußt übertreiben in Deinen Phantasien, Träume sind Träume. Sie haben einen gewissen Realitätscharakter, Vielleicht sind es elektrische Impulse ... Sie sind physische Realität - latent, schlummernd ... Träume sind der Anfang, die Vorbedingung Im Samen steckt der Baum als Phantasie ... Die ganze Natur ist entstanden Alles auf dieser Welt, All das war einmal tote Materie ... Gott ist Phantasie, Und Du bist der Gott Deiner Welt, Erlaube Dir zu phantasieren. Alles ist möglich und fast alles ist möglich in der physischen Realität. Immer wieder haben Menschen Dinge vollbracht, Und es war nur möglich, weil diese Menschen Phantasie hatten, Die Benzolformel wurde entdeckt Man drückt auf einen Knopf, und es wird Licht ... Man spricht in einen Apparat hinein und laß die Elfen und Feen für Dich vollbringen, Es gibt keine Zauberer und Feen mehr auf der Welt, Alles, aber auch alles war ursprünglich Vorstellung. Auf jeden Fall erzeugst Du positive Gefühle, Du umgibst Dich ganz einfach mit positiven Kräften, Träume das Positive, soviel als möglich, Es ist immer mehr möglich, Denn die gesamte Natur unterstützt Dich, Diese ungeheure Kreativität in jedem Samenkorn ... Diese Kreativität kannst Du nutzen. Jeder Biologe kann Dir sagen, daß diese Kreativität Kannst Dich Und Wunder geschehen täglich. Erlaube Dir zu phantasieren, erlaube Dir zu träumen. Und träume bewußt. In der inneren Welt Aber es ist nur möglich, Das Universum war ein Gedanke, Und jeder Mensch Er ist im Kleinen daß das Bewußt-SEIN das SEIN erschafft. Daß die Welt Und Du bist da, um das zu beweisen, um das zu verwirklichen. Es ist Deine Aufgabe, Dich in Gottes Plan einzufügen, Dein Potential zu nutzen, Deine Möglichkeiten auszuschöpfen. Niemand weiß genau, was Meditation ist, weil niemand die Meditation eines anderen Menschen erleben kann und weil niemand zweimal die gleiche Meditation erlebt. Um ein paar alte Mißverständnisse auszuräumen: Meditation ist nicht Bewußtlosigkeit, Flucht, Vergessen, fremdartige religiöse Praxis oder stupides Murmeln von »Mantras«. Meditation ist Ausweitung, Intelligenz, Bewußtsein und erweitertes Bewußtsein, Wissen, Verantwortung und Klarheit. Eine Grundvoraussetzung, um diesen Zustand zu erfahren, ist allerdings Ruhe und Entspannung. Das bedeutet, daß Du Dich in einen ruhigen Raum zurückziehen und es Dir sehr bequem machen mußt, wenn Du in Meditation gehst. Die Möglichkeit einer Störung sollte ausgeschlossen sein, da Du in diesem Zustand sehr sensibel wirst und schon kleine unerwartete Geräusche Deine Meditation zumindest stark beeinflussen können. Meditation entsteht, wenn Du ganz entspannt bist und einfach nach innen schaust, in Deinen Körper, in Deine Augen, in die Farbmuster und Lichtpünktchen dort. Oder Meditation entsteht, wenn Du ganz ruhig wirst und eine zarte Musik hörst und ganz zwanglos auf eine Blume schaust oder eine Pflanze oder auf einen Lichtreflex oder ein geschliffenes Stück Glas, das Du am Fenster aufgehängt hast. Oder Meditation entsteht, wenn Du Deine Gedanken vorbeiziehen läßt und Dich nicht mehr mit ihnen identifizierst, sondern sie nur beobachtest wie vorbeilaufende Spruchbänder oder Laufschriften oder wie Durchsagen im Radio. Oder Meditation entsteht, wenn Du nur dasitzt oder daliegst und Deinen Atem beobachtest, wie er gleichförmig ein- und ausgeht. Wenn Du meine Meditationstexte wirklich sehr langsam auf Band sprichst und Dir anhörst, gehst Du auf jeden Fall in Meditation. Was könnte Meditation Dir bringen? In Meditation hat man einen gewissen Abstand und einen Überblick. Um einen bildlichen Vergleich zu benutzen: Im Alltag ist man manchmal wie eine Ameise, die sich durch einen Teppich kämpft: Man sieht nur die dicken Fasern, und man weiß den Weg nicht genau, und man will schnell weiterkommen, und man vergißt, wozu man sich eigentlich abplagt und wer man eigentlich ist. Meditation hilft, das ganze Spiel von oben zu sehen, den Teppich, sein Muster, seine Größe, den Weg der Ameise durch die verschiedenen Farben des Musters, ihren Ausgangspunkt, ihr Ziel, ihre Umwege und ihren Kampf. Und das Wichtigste: Man sieht, daß man eine Ameise ist. In Meditation sieht man den Wald trotz der Bäume. Meditation macht einem das Wissen der Welt und der Natur zugänglich, nicht in dem Sinne, daß man Zahlen und Fakten nachschlagen kann, sondern, daß man Intuition bekommt: etwas von der Weisheit, die nicht beschreiben kann oder braucht, wie man etwas tut, sondern, die es einfach tut. Ein Baum weiß nicht, wie man wächst, wie man blüht, wie man Früchte trägt - niemand weiß es. Des Menschen Versuche, diese Dinge zu verstehen, sind einfach kläglich. Aber der Baum tut es, jeder winzige Same weiß genau, was zu tun ist - mit unglaublicher Präzision. Wenn Wunder möglich sind, dann können sie sich in der Meditation vorbereiten. Wenn man sich in Meditation wohlfühlen kann, dann kann man sich immer wohlfühlen. Wenn in Meditation Schmerzen verschwinden können, dann können sie immer verschwinden, wenn in Meditation physiologische Veränderungen möglich sind, dann muß es möglich sein, diese Veränderungen dauerhaft zu machen. Leider haben wir in unserer Kultur wenig Erfahrung mit Bewußtseinszuständen, wir teilen ein in Realität und Traum - nicht wissend und nicht sehend, daß kein essentieller Unterschied besteht zwischen Traum und Realität. Ein Mensch hat zum Beispiel Schmerzen und legt sich nieder. Sein Körper aktiviert »Meditations-Kräfte«, und die Schmerzen verschwinden für eine Weile. Wenn sie wiederkommen, sagt der Mensch: »Ich hatte Schmerzen, aber ich habe sie eine Weile nicht gespürt.« Oder er sieht einen spannenden Film, und er »vergißt« die Schmerzen, »weil ich abgelenkt war«. So - wir denken, die Schmerzen sind die Realität, aus der wir uns für eine Weile ins »Unreale« wegstehlen, sehen aber nicht, daß beide Zustände gleichberechtigt real sind - (oder irreal, wenn Du so willst). Es gibt auch den umgekehrten Fall, daß der Patient sagt, er habe Schmerzen, und der Arzt meint, es gäbe keine organische Ursache und die Schmerzen seien nur eingebildet (was er unter Umständen zu beweisen versucht, indem er eine Zuckerpille verschreibt, die dann - oh Wunder, die »eingebildeten« Schmerzen vertreibt). Ich sage: Schmerzen sind Schmerzen, und es gibt keinen Unterschied zwischen »echten« und »eingebildeten« Schmerzen. Wenn Du Dich gut fühlst, fühlst Du Dich gut, und wenn Du Dich schlecht fühlst, fühlst Du Dich schlecht. Beides ist gleich real oder irreal.Wenn wir eine zeitweilige Veränderung als »Ablenkung« bezeichnen oder als Einbildung, dann begrenzen wir diese Erfahrung allerdings und brauchen uns nicht zu wundern, wenn das Gefühl, welches wir als »real« ansehen, uns auch öfter heimsucht. Der Mensch und speziell der Deutsche hat einen masochistischen Hang dazu, einerseits die Realität als Mühe und Arbeit anzusehen und andererseits alles, was Vergnügen macht, als Traum oder »Flucht aus der (harten) Realität«. Vielleicht kommt das daher, daß in unseren Breiten das Leben schon immer hart war und daß dadurch in unserem genetischen Code »Realität« und »Härte« miteinander verknüpft sind. Warum sollten wir sonst sagen, daß ein Aussteiger, der sich auf den Bahamas niederläßt, »aus der Realität flüchtet«? Als ob die Bahamas nicht real wären oder als ob der Mensch auf den Bahamas sich plötzlich auflösen würde. Ich war noch nicht auf den Bahamas, aber ich nehme doch an, daß die Realität dort ebenso real ist wie hier. Allerdings kann es sein, daß umgekehrt die Menschen dort glauben, daß Deutschland nur ein (Alp-)traum ist, eine Folterkammer für Masochisten, die sich das Leben schwermachen wollen. Allein das Wort »Aussteiger« ist ein Unsinn, denn auf den Bahamas bin ich »Einsteiger«, wenn ich dort auftauche. Meditation ist kein Traum, nichts Irreales, sondern im Gegenteil eine Möglichkeit, mehr von der Realität zu sehen, und zwar von Deiner inneren Realität. Und da Du vielleicht motiviert bist, Deine innere Realität nicht nur besser kennenzulernen, sondern auch zu lernen, sie zu verändern, kann Meditation Dir den Schlüssel dazu liefern. Vielleicht hast Du bemerkt, daß Meditation nichts anderes ist als Gebet oder auch Trance, (so wie ich das Wort »Trance« benutze). Aber Wörter spielen keine Rolle, wenn Du in diesem bewußten, hellen, entspannten Zustand bist, in dem das Wissen in Dir seine heilende Wirkung entfalten kann. Besonders der nächste Text hilft Dir in das unendlich große innere Universum einzutauchen. Du kannst jetzt in eine tiefe angenehme Meditation gehen, Und in diesem angenehmen Zustand fällt es Dir sehr sehr leicht, Vorstellungen Reize aller Art Und alle möglichen Vorgänge im Körper können So - es kann sein, daß Du in diesem Moment oder ein ganzes Meer ... Es kann sein, daß diese Farbmuster Und Du kannst Dir einmal vorstellen, daß jedes Pünktchen Und dieses Bild entspricht ja auch der Realität: Menschen brechen manchmal in Tränen aus, wenn sie Wenn Du einen bestimmten Ton In Dir beginnt eine Saite zu vibrieren, In Dir wird etwas in Schwingung versetzt, Und ist es nicht so, daß Dein ganzer Körper Und es gibt Dinge auf dieser Welt, Alles, was ein Mensch wahrnehmen kann, versetzt bestimmte Es mag sein, daß in diesem Moment So - der Sternenhimmel ist etwas, denn die Atome sind geboren Die Materie tritt nur auf Nun weiß man inzwischen, daß Und dennoch kannst du fühlen, So - was du spürst, Das Universum ist Aber wir haben uns angewöhnt, So - was du da siehst, ist real, Und diese Realität ist Energie in Bewegung. So - was Du mit geschlossenen Augen Und es kann sein, daß diese Wahrheit Und auch die Physiker haben inzwischen festgestellt, daß So - es scheint, als ob das, was wir real wahrnehmen, Und viele Versuche in dieser Richtung So - man hat Versuche gemacht Aber Menschen können ihre Vorstellungskraft benutzen: Jede Vorstellung der Liebe, Wozu Mäuse fähig sind, Und dies geschieht ja dauernd: So - es gibt eine Schnittstelle Nun glauben viele Menschen, daß es möglich ist, Fang an mit den Dingen, wo Du bereits ein Meister bist. So zum Beispiel, wenn Du morgens aufwachst, Wenn Du Dich ausruhst, So - laß die Lichtpünktchen in Dir, laß sie stärker und stärker werden, laß sie Laß sie kreisen, laß sie glitzern, Laß einen göttlichen Hauch durch dieses Gewebe, Spüre, Dauernd wird etwas neu geboren. Laß die Planeten und Sonnen Man hat die Schwingungen der Planeten in unserem Sonnensystem Es ist nicht so, daß die Sterne wirklich Musik machen. So - empfinde das Schwingen der göttlichen Energien in Dir, Die Musik, die vor einem Jahr gespielt wurde, kannst du nicht hören, Musik ist dauernde Veränderung, Und warum sich nicht vorstellen, Warum sich nicht vorstellen, daß auf diesen Planeten in Dir Probiere es aus, vielleicht Was Du wahrnimmst, Diese physische Realität um Dich herum ist Ausdruck Und das konkrete Ergebnis zeigt, So - in dem Augenblick, wo Du persönlich anfängst, Und wenn sich Dein Leben verändert, Und man kann nur bei sich selbst anfangen. So wie irgend jemand angefangen hat Du kannst bei Dir anfangen mit der Vorstellung und Du wirst Dich so fühlen Laß auf all diesen wunderbaren Welten in Dir Und laß dies zum Ausgangspunkt einer Entwicklung werden: Und Dein Leben wird sich verändern Dies sind Naturgesetze, Es ist nur die Frage, was Du wählst, Der Beginn aller Veränderung, Beschäftige Dich innerlich mit dem, Und benutze jede Gelegenheit, Beobachte Deinen Alltag, Du wirst Dich mehr und mehr Das verborgene Land Deines Unterbewußtseins Viele Menschen haben die seltsamsten Theorien über das Unterbewußtsein, und die Wissenschaftler wissen kaum mehr, als der normale Mensch. Die Lehrer des »positiven Denkens« sagen: »Sprechen Sie zu Ihrem Unterbewußtsein«, ohne zu erwähnen, wo es sich genau befindet, wie man es anspricht, woher man weiß, daß es sich um das Unterbewußtsein handelt und welche Sprache es versteht. »Unterbewußtsein« ist wie so vieles ein nebulöser Begriff, der nur unser Nichtwissen einmal mehr zu verschleiern sucht. Trotz dieser Unbestimmtheit dürfte kaum jemand das Vorhandensein einer solchen Instanz leugnen, denn es entspricht unserer Alltagserfahrung, daß wir bestimmte Dinge tun können, ohne bewußt zu sein, daß wir manchmal etwas tun, was wir eigentlich nicht wollten, daß uns bestimmte Handlungen oder Aussagen, die wir machen, einen »Strich durch die Rechnung machen« - und wir schreiben dies dann einem in uns residierenden »Wesen« zu, das eben unter der Schwelle unseres Wachbewußtseins agiert (vielleicht sollte man es Schlafbewußtsein statt Unterbewußtsein nennen, denn im Schlaf wird es ja sehr lebendig). Es scheint uns manchmal, als ob da im Hintergrund eine andere Person an den Fäden unseres Verhaltens zieht, auf die wir keinen Einfluß haben. Dennoch tritt uns diese »Person« niemals offen entgegen und sagt ganz klar, was sie will, wer sie ist und nach welchen Kriterien sie in unser Leben eingreift. Um es vorweg zu sagen: Es handelt sich nicht um eine »Person« oder ein Wesen oder dergleichen, eigentlich nicht einmal um eine Instanz.
Das Wort »Unterbewußtsein« sagt zunächst einmal aus, daß das, was »unterbewußt« ist, sich unterhalb unserer Aufmerksamkeit abspielt. In diesem Sinne kann z.B. ein bestimmtes Geräusch, das in unserer Umgebung zu hören ist, »unterbewußt« sein. Aber man kann das Geräusch ins Bewußtsein holen; wenn uns jemand darauf aufmerksam macht, beginnen wir, es zu hören. Alles, was »unterbewußt« ist, kann ins Bewußtsein geholt werden, indem man es sich bewußt macht. Wir sind pausenlos von Reizen aller Art umgeben, die uns nicht bewußt werden - erstens, weil sie sich nicht sonderlich von der Umgebung abheben, zweitens, weil sie uns nicht interessieren, solange sie nicht gefährlich sind, und drittens, weil wir sonst überflutet würden von ihnen. Nun gibt es nicht nur eine Menge Reize von außen, sondern auch unendlich viele Reize von innen - theoretisch müßte jede Tätigkeit des Körpers als Reiz irgendwo im Körper zu spüren sein: das Strömen des Blutes, das Klopfen des Herzens, die Verdauung des Magens, die Produktion der Hormone usw. Aber all dies ist uns nicht bewußt, es bleibt im »Unterbewußtsein«. Der Körper schützt uns vor diesen Reizen, obwohl sie da sind - man kann sich auf sie konzentrieren, und schon werden sie bewußt. Es gibt Mechanismen, die uns solche Reize nur bewußt machen, wenn Gefahr im Verzuge ist. Manche Menschen lauschen pausenlos nach innen und achten sehr sensibel auf feinste Veränderungen - jeder Körpervorgang ist ihnen bewußt, und solche Menschen werden leicht zu Hypochondern. Das andere Extrem ist der Unsensible, der selbst starke Alarmzeichen überhört und demzufolge oft sehr erstaunt ist, wenn er plötzlich in ärztliche Behandlung muß.
Vielleicht ist es bis hierher schon deutlich geworden: Ich spreche von der Tätigkeit der Zellen und Organe, bzw. von der Tätigkeit des Körpers. Es scheint uns aber, als entfalte das »Unterbewußtsein« auch eine Art geistige Tätigkeit, aber jede geistige Tätigkeit hat eine körperliche Entsprechung. Selbst ein Computer, der eine abstrakte mathematische Berechnung durchführt, tut dies auf einer physischen Ebene - es mag sein, daß es nichts rein Geistiges gibt, daß ALLES eine physische Komponente hat. Wenn Dein Unterbewußtsein Dich hindert, einen bestimmten Menschen zu treffen, indem es Dich den Termin vergessen läßt oder den Zettel mit der Adresse verlieren läßt, dann ist dies etwas Körperliches. Auch der Grund, warum Dir diese Dinge geschehen, ist körperlicher Natur, es mag z.B. sein, daß Du diesen Menschen nicht magst, und »nicht mögen« kann man nur körperlich. Mach Dir bitte klar, daß Gefühle immer körperlich sind und daß das Unterbewußtsein nur auf dieser Ebene »denkt« und handelt. Wie kommt nun die Illusion zustande, es handle sich um eine Instanz oder eine Person? Wenn Du z.B. einen Bienenschwarm beobachtest, erkennst Du, daß dieser Schwarm wie ein Wesen agiert und reagiert. Er hat einen Willen, in dem Sinne, daß alle Bienen im Schwarm eine Richtung haben und alle gemeinsam ihre Richtung ändern, wenn dies aus irgendeinem Grund angezeigt erscheint. Die einzelne Biene mag gar nicht wissen, was sie tut - aber der Schwarm weiß es genau. Er verhält sich wie ein selbständiges Wesen. Die Organisation des menschlichen Körpers beruht auf dem gleichen Prinzip: Genau genommen handelt es sich ja um eine Ansammlung von einzelnen Wesen, in diesem Fall den Zellen, die sich zu »Schwärmen« zusammengetan haben. Diese größeren Entitäten bilden die Organe, welche sich wiederum zum Körper zusammenfügen. Natürlich ist der Mensch ein ungleich komplizierterer »Schwarm«, der darüber hinaus auch noch in »Schwärme« und »Schwärme aus Schwärmen« gestaffelt ist. Aber - und das ist das Wesentliche - er ist keine Einheit, kein einheitliches Wesen. Tatsache ist, daß lediglich unser Gehirn uns die Illusion vermittelt, wir seien eine Einheit, aber selbst dies würde sich sofort als Unsinn herausstellen, wenn wir einmal genau untersuchen würden, wie das Gehirn sich pausenlos widerspricht und in welchem Maße. Um es mit anderen Worten zu sagen: Wir sind ein Konglomerat von ineinandergeschachtelten Hierarchien von Lebewesen; daß wir selbst uns anders sehen, liegt nur an unserem Geist, der dazu neigt, solche Personifizierungen vorzunehmen - auch das wahrscheinlich aus gutem Grund: Es erleichtert das Überleben, wenn man ein Gegenüber als Einheit sieht, und wenn es auch nur eine Naturerscheinung ist. Sogar ein Auto oder einen Computer empfindet mancher als Person und gibt ihm einen Namen, und was einen Namen hat, das ist eine Person, mit der man reden kann. Das Modell des Unterbewußtseins, das ich hier einführen will, ist nicht das einer personifizierten Instanz, sondern das eines Staates. Ein (idealer) Staat spiegelt am ehesten diese hierarchische Struktur mit seinen Abermillionen spezialisierter Lebewesen, die alle an diesem Staat mitarbeiten, die diesen Staat lieben, weil er sie ernährt und weil er ihren Lebensraum bildet. Ohne den Staat müßten sie sterben. Man könnte mannigfaltigste Erscheinungen unseres Lebens auf dieses Modell übertragen, und würde erstaunt sein, was einem plötzlich alles klar werden kann. Hier nur ein Beispiel: Du lernst Autofahren, und obwohl Du ein äußerst geschickter Mensch bist, der vielleicht Orgel spielt oder Uhren repariert, machen Dir die Handgriffe und ihre Koordination große Mühe. Du hast plötzlich zwei linke Hände (und Füße). Auch Dein Kopf spielt verrückt - beobachte Fahrschüler und Du siehst: Sie werden wie kleine Kinder. Warum ist das so? Weil jede Zelle das Fahren lernen muß. Vergegenwärtige Dir die Komplexität der Vorgänge in Deinem Körper: Es ist, als ob dort eine Oper einstudiert wird. Die Muskelzellen sind das Ballett, die Nervenzellen sind die Sänger, die Partitur ergibt sich aus Straßenverkehr, Verkehrsregeln und Technik des Autos, und das Ganze wird gesteuert von unzähligen dienstbaren Geistern hinter der Bühne: Sehnen, Gehirnzellen, Augenzellen, Ohrenzellen, sogar der Magen »spielt mit«, indem er Beschleunigungen und Gefahrensituationen »meldet«. Und der Verstand unter Mithilfe des »Fahrlehrers« versucht, das alles zu koordinieren, er ist der Regisseur. Nun, bei einer richtigen Oper ist man auch erstaunt, wie perfekt sie später »über die Bühne geht«, und es ist ja auch üblich, daß der Regisseur nach getaner Arbeit abreist. Es gibt dann nur noch die »Abendregie«, einen Job für einen Assistenten, der die Vorstellung überwacht und nur in unvorhergesehenen Situationen aktiv wird. Nach diesem Muster laufen alle Vorgänge in Dir ab: Was Du beherrschst, geschieht automatisch, was Du lernst, bedeutet Koordination von Zellen. Selbst reine Denkvorgänge funktionieren nach dem Prinzip der »Oper«: Das alte Repertoire läuft mühelos ab (auch wenn die »Einstudierung« von anno dazumal ist!), und das Neue muß mühevoll erarbeitet werden. Und viele Menschen verlassen sich einfach auf ihr altes Repertoire, obwohl sich die Zeiten geändert haben und niemand mehr ihre »Opern-Aufführungen« sehen will. Der »Abendregisseur« langweilt sich und betrinkt sich in der Kantine,der Regisseur wurde seit Jahren nicht gerufen, um etwas Neues einzustudieren, und ist demzufolge weit weit weg, kennt vielleicht dieses Theater gar nicht mehr oder ist einfach wegen Untätigkeit verstorben. Aber Du kannst entweder den alten Regisseur zurückholen und wiederbeleben, oder Du kannst einen neuen Regisseur verpflichten: Er heißt Bewußtsein. Dieser Regisseur ist immer jung, wenn er da ist, denn er ist immer in diesem Moment. Man kann nur hier und heute etwas einstudieren, nicht gestern oder morgen. Wenn er also kommt, dann wird Dir das ehrwürdige Alter vieler Deiner Inszenierungen bewußt, und nichts läuft mehr so »am Schnürchen« wie gewohnt. Plötzlich bist Du wieder wie ein Kind, das lernt. Aber da kommt dann auch die Begeisterung zurück, die Zuschauer kommen, Du wirst wieder jung, modern, Du gehörst wieder zur Avantgarde. Und Avantgarde ist immer unbequem - aber dafür eben jung, gesund, kreativ. Hier ist eine Meditation, die Dir hilft, die Akteure, Angestellten, die Technik, die Schauspieler, Sänger und Orchestermitglieder Deiner vielen »Opernhäuser«, ja des ganzen Staatsgebildes, das Du bist, zu treffen, mit ihnen zu sprechen und den Grundstein für künftige gute Zusammenarbeit zu legen und vielleicht sogar die Herrschaft in diesem Staat, die Herrschaft in Dir (wieder) zu übernehmen. |
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